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    by Gunnar Bohlen - 2004/2005












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Pressemitteilung

Erfolgreiche Ausbildung in Usbekistan

 Der Bremer ASB hat erfolgreich in Samarkand/Usbekistan 35 Ärzte und Krankenschwestern zu Erste Hilfe Ausbildern ausgebildet, um damit die notfallmedizinische Versorgung in der ehemaligen Sowjetrepublik zu verbessern.
 Am 05.05.05 sind die beiden Ausbilder Uwe Fischer und Ralf Polke und der stellvertretende Landesvorsitzende Björn Tschöpe nach einem 8 tägigen Lehrgang nach Bremen zurückgekommen. Die Ausbilder haben dort für die Nichtregierungsorganisation Samarkander Samariter 35 Krankenschwestern und Ärzte in der Durchführung von zeitgemäßen Erste Hilfe Kursen ausgebildet und Schulungsmaterial für solcher Kurse übergeben.

In Samarkand gibt es keine Ausbildung von Laien in der Ersten Hilfe. Gleichzeitig verfügt die Stadt nur über ein rudimentäres Rettungswesen, so daß Verletzte oder akut erkrankte Personen erst mit einer deutlichen Verzögerung und einer damit einhergehenden Verschlechterung ihres Zustandes in ein Krankenhaus eingeliefert werden können. Aufgrund der dort vorhandenen medizinischen Einfachstausstattung kommt es nach einem Notfall häufig zu vermeidbaren Spätschäden, die in Westeuropa nicht denkbar sind.

Der ASB Bremen hofft mit seiner Trainingsmaßnahme die usbekischen Teilnehmer in die Lage zu versetzt zu haben in Zukunft großflächig Laien in Sofortmaßnahmen zu schulen und somit das erste Glied einer Rettungskette in der 7000 km entfernten Stadt zu entwickeln. Die usbekische Partnerorganisation plant in den nächsten Monaten zunächst 12 Kurse durchzuführen, um das Konzept und die geschulten Ausbilder zu erproben. Den neuen Ausbildern wird in ca. 2 Wochen eine russische und eine usbekische Version einer modernen power point Präsentation zur Verfügung stehen, um ihre Ausbildung, wie in Westeuropa üblich, mediengestützt durchführen zu können. Die Neutrainer können ebenfalls auf diverse übergebene Übungsphantome für die Herz- Lungen Wiederbelebung zurückgreifen. Dieses Projekt wurde von der Robert- Bosch- Stiftung gefördert.

„Eine spannendere und befriedigendere Ausbildung habe ich noch nie durchgeführt“, sagte Uwe Fischer, einer der beiden Ausbilder. „Die Teilnehmer waren hoch motiviert und haben in den abschließenden Lehrbeispielen unsere Erwartungen weit übertroffen, so daß ich davon ausgehe, daß in Zukunft viele Laien zur Ersten Hilfe motiviert und angeleitet werden können“.

Ergänzend führt hierzu der stellvertretende Landesvorsitzende, Björn Tschöpe, aus: “Die Bedingungen eines zentralasiatischen Transformationsstaates gilt es bei solchen Projekten zu berücksichtigen, wir haben aber den Eindruck gewonnen, daß unsere Ausbilder sowohl durch die Stadtverwaltung, als auch durch unsere Partnerorganisation unterstützt werden, so daß wir bei unserem nächsten Besuch bereits umfangreiche Ausbildungserfahrungen mit den Kursteilnehmern auswerten können“.

In den nächsten Monaten wird durch die Partnerorganisation eine Übersetzung der beim deutschen ASB vorhandenen Ersten Hilfe Broschüre erfolgen. Diese wird aus Deutschland über das Internet den ausgebildeten Trainer zu Verfügung gestellt. In einem permanenten Dialog über das Internet soll zwischen den usbekischen Ausbildern und dem Bremer ASB die notwendige Adaption dieser Broschüre auf die usbekischen Verhältnisse vorgenommen werden. Beispielsweise müssen der deutschen Auflage vorhandenen Anleitungen zum Umgang mit Motorradhelmen und Warndreiecken entfernt werden, da diese in Usbekistan nicht vorhanden sind. Nach ungefähr 6 Monaten wird der ASB erneut nach Samarkand reisen, um dort zusammen mit seinen neuen Ausbildern die gemachten Erfahrungen auszuwerten, kurz Lehrgangsinhalte zu vertiefen und die über das Internet entstandene usbekische Version eines Erste Hilfe Buches abschließend zu beraten.

Die Druckrealisierung dieses gemeinsamen Arbeitsergebnisses kann dann über ein bestehende privatgewerbliches joint- venture zwischen Bremer und Samarkander Unternehmen in Usbekistan erfolgen. Das Projekt wurde vor Ort dem deutschen Botschafter in Taschkent, Herrn Hans- Jochim Kiderlen, und dem Vorsitzenden des Sozialausschusses des usbekischen Parlamentes, Herrn Surjianow, vorgestellt und fand ausgesprochen positive Resonanz.
 



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